Darmgesundheit, so sorgst du für eine gesunde Darmflora

Der Darm ist vor allem als Teil unseres Verdauungssystems bekannt, doch hat er viele weitere Aufgaben. Diese beeinflussen unser allgemeines Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Denn er ist auch der Aufenthaltsort von einer großen Anzahl verschiedenster Kleinstlebewesen, der Darmflora.

Unterschiedliche Einflüsse können die Darmgesundheit schädigen. Die Folgen reichen von allgemeiner Abgeschlagenheit, Verdauungsschwierigkeiten, geschwächtes Immunsystem bis hin zu entzündlichen Darmerkrankungen.

Wenn du dich ständig müde fühlst und oft krank wirst, könntest du gut beraten sein, deine Darmflora aufzubauen.

Im heutigen Beitrag erzählt Patrick vom Gesundheitsportal vital-fit-und-gesund.de über die menschliche Darmflora, ihre Aufgaben und wie man sie nach einer Schädigung wieder aufbauen kann.

 

Was ist die Darmflora?

Als Darmflora bezeichnet man die Artengemeinschaft aller Mikroorganismen, die in unserem Darm anzufinden sind. Insgesamt beherbergt dieser zwischen 10 und 100 Billionen Bakterien, Eukaryoten und Archaeen, die verschiedene Aufgaben erfüllen. Das sind mehr Lebewesen, als wir an Körperzellen besitzen.

Während der Dünndarm relativ dünn besiedelt ist, ist der Großteil der Darmbewohner im Bereich des Dickdarms zu finden.

Während wir bei der Geburt noch mit wenigen Mikroorganismen ausgestattet sind, sammeln wir im Laufe des Erwachsenwerdens abhängig von unserem Umfeld und unserer Nahrung mehrere hundert bis tausend verschiedene Arten an.

 

Darmgesundheit, so sorgst du für eine gesunde Darmflora
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Aufgaben der Darmflora

Die offensichtlichste Aufgabe der Darmflora ist die Verdauung von Lebensmitteln. Wurde die Nahrung im Dünndarm noch durchgeschleust, werden hier besonders schwerverdauliche Essensbestandteile in Ruhe von den Lebewesen verarbeitet.

Bestimmte Vitamine wie Riboflavin, Thiamin, Pyridoxin sowie die Vitamine K und B12 werden erst mithilfe der hier angesiedelten Bakterien und anderen Lebewesen vom Körper aufgenommen. Auch die Verarbeitung von Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Eisen wird unterstützt.

Der Darm, besonders der Dickdarm, ist dicht besiedelt von Mikroorganismen. Er ist sogar so voll, dass die verschiedenen Lebewesen um Platz kämpfen müssen. Das hat aber auch den Vorteil, dass sich Krankheitserreger bei einer intakten Flora im Darm überhaupt nicht erst ansiedeln können.

Eine besonders wichtige Rolle spielt die Darmflora in der Immunabwehr. Man geht davon aus, dass etwa 70% unseres Immunsystems hier vorzufinden sind, um fremde Keime und Viren unschädlich zu machen.

Manche Forscher gehen sogar so weit, vom Darm als zweites Gehirn zu sprechen. Denn hier sind Zellen, Rezeptoren und Wirkstoffe vorzufinden, wie sie auch in unserem Gehirn vorkommen. Die rund 200 Millionen Nervenzellen innerhalb des sogenannten enterischen Nervensystems entsprechen sogar der Anzahl in einem Kleintiergehirn. Nachgewiesen ist, dass diese beiden Körperteile in stetiger Verbindung miteinander stehen und der Darm den Gemütszustand beeinflusst.

Du solltest den Darm und die Darmflora also nicht unterschätzen. Aber ebenso musst du sie auch gesund halten, damit sie richtig funktionieren können.

 

Symptome und Ursachen einer geschädigten Darmflora

Doch der Darmflora geht es nicht immer gut. Verschiedene Einflüsse bringen das komplexe Zusammenleben der Bewohner schnell durcheinander.

Ist die Darmflora erst einmal geschädigt, haben Krankheitserreger ein leichtes Spiel, dem Immunsystem auszuweichen und sich im Darm anzusiedeln. Die Folge ist, dass man sich häufig müde und allgemein weniger fit fühlt oder schneller als sonst krank wird.

Weitere Symptome sind Verdauungsprobleme, Darmkrämpfe und Durchfall oder sogar Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte.

Die möglichen Ursachen einer geschädigten Darmflora sind vielzählig.

Ein Antibiotikum wird eingesetzt, um bakterielle Entzündungen zu bekämpfen. Auch wenn manche Antibiotika zielgerichteter als andere sind, können sie im Allgemeinen nicht zwischen Bakterien, die für eine Krankheit verantwortlich sind und gutartigen Bakterien in der Darmflora unterscheiden. Damit wird nicht nur die Funktion der Bakterien gestört, es wird gleichzeitig auch Platz im Darm geschaffen, wo sich neue Krankheitserreger einnisten können.

Auch die Ernährung spielt eine große Rolle. Die meisten Lebensmittel sind bis zum Dickdarm bereits längst verdaut und nur wenige Stoffe können den Lebewesen hier als Nahrung dienen. Aus genau diesem Grund wird oft eine ballaststoffreiche Ernährung empfohlen. Fehlen die Ballaststoffe, werden die Mikroorganismen nicht ausreichend versorgt.

Der Darm beeinflusst unser Gemüt, aber diese Verbindung funktioniert in beide Richtungen. Wer dauernd unter Stress leidet, hat oft eine verringerte Aktivität der Darmbakterien und eine durchlässige Darmflora. Stress lässt sich in manchen Situationen nicht vermeiden, aber jeder kann ihn durch einen Ausgleich wieder abbauen.

Diese und weitere Auslöser wie eine Übersäuerung des Körpers durch eine falsche Ernährung oder Pestizidrückständen auf gespritztem Obst und Gemüse führen zu kurzfristigen Fehlfunktionen im Darm. Beseitigt man die Ursachen nicht, können sich auch langfristige Folgen wie Darmentzündungen einstellen.

 

Die Darmflora aufbauen

Kommen dir manche dieser Symptome und Ursachen bekannt vor? Dann ist vielleicht Zeit für einen Darmfloraaufbau.

Unter Darmflora aufbauen versteht man zwei verschiedene, aber eng miteinander verbundene Vorgänge. Einerseits kannst du neue, gutartige Bakterien im Darm ansiedeln, die wir unter dem Begriff Probiotika kennen. Diese sind besonders dann empfehlenswert, wenn Platz im Darm geschaffen wurde, beispielsweise nach der Einnahme von Antibiotika.

Andererseits kannst du die bereits vorhandenen Darmbewohner mit Nährstoffen versorgen, damit sie ihre Aufgaben weiterhin gut erledigen können. Diese Nährstoffe bezeichnen wir mit dem Begriff Präbiotika.

Im Allgemeinen ist eine Kombination aus beiden Vorgängen vorteilhaft.

 

Nahrungsmittel und Aktivitäten für die Darmgesundheit

Probiotische Bakterien sind in allen Lebensmitteln enthalten, die man durch Zugabe von Bakterien oder Fermentierungsprozesse herstellt.

Die bekanntesten Vertreter sind dabei verschiedene Milchprodukte wie Joghurt oder Kefir, die durch Milchsäurebakterien hergestellt werden. Als pflanzliche Alternative enthalten auch Sojajoghurt oder Sauerkraut viele probiotische Bakterien.

Auch Präbiotika sind in vielen pflanzlichen Lebensmitteln in ausreichenden Maßen enthalten, um seine Darmflora zu unterstützen. Besonders das Präbiotikum Inulin ist in großen Mengen in Artischocken, aber auch in Zwiebeln, Knoblauch und sogar Bananen enthalten.

Oft hilft bereits körperliche Aktivität, um Stress abzubauen und dem Darm eine Verschnaufpause zu verschaffen. Dabei ist es noch nicht einmal erforderlich, eine schweißtreibende Trainingseinheit einzulegen. Meist reicht auch ein Spaziergang oder eine kleine Fahrradtour.

Genauso gehört Entspannung auf den Tagesplan, während welcher der Geist einfach mal abschalten kann. Wer seine Darmflora aufbauen möchte, sollte eben auch die zugrundeliegenden Ursachen ändern.

 

Nahrungsergänzungsmittel für eine gesunde Darmflora

Für eine genaue Dosierung und um die Einnahme zu erleichtern, gibt es mittlerweile auch verschiedene Nahrungsergänzungsmittel, die die Darmflora aufbauen bzw. die vorhandenen Mikroorganismen unterstützen.

Ein gutes Ergänzungsmittel erhält ausgesuchte Bakterien aus verschiedenen Stämmen und verschiedene Präbiotika. Da die meisten Bakterien den Weg bis zum Dickdarm gar nicht erst überleben, muss auf eine genügend hohe Dosierung geachtet werden.

Wir haben vor kurzem das Produkt SynBiotik Vital Aktiv des deutschen, BIO-zertifizierten Herstellers BodyFokus getestet. Jede Kapsel beinhaltet 10 Milliarden probiotische Bakterien aus 13 verschiedenen Stämmen sowie die Präbiotika Inulin und Oligofructose. Näheres kannst du in unserem Erfahrungsbericht auf vital-fit-und-gesund.de lesen.

 

Fazit

Der Darm und die Darmflora sind ein wichtiger Bestandteil unseres Körpers mit einer großen Anzahl an verschiedenen Aufgaben. Um sie gesund und funktionsfähig zu halten, solltest du auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung achten und deinem Körper regelmäßig Ruhe und Bewegung gönnen.

Kommt es doch einmal zu einer Schädigung deiner Darmgesundheit, kannst du mit den richtigen Lebensmitteln oder unter Zugabe von Nahrungsergänzungsmittel die Darmflora wieder aufbauen.

 

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Alles Liebe für dich!

Gabi

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Als Präventionsberaterin, Fitness-Coach sowie Autorin für Gesundheits- und Mental-Ratgeber helfe ich gesundheitsbewussten Frauen, die wenig Zeit haben, auf natürliche, einfache Weise für einen ganzheitlich, gesunden Körper zu sorgen. Außerdem mache ich Mut eigene Wege zu gehen, Stress und Belastungen loszuwerden und deinen persönlichen Traum zu leben, damit auch deine Seele glücklich ist.

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