Volkskrankheit Rückenleiden – was gegen akute Schmerzen hilft und wie sie sich vermeiden lassen

Rückenschmerzen gehören zweifelsohne zu den typischen Volksleiden, von dem viele Menschen betroffen sind. Fachleuten zufolge sind rund zwei Drittel der Deutschen im letzten Jahr von Rückenleiden betroffen gewesen. Davon leidet etwa die Hälfte akut.

Die Kosten für jeden einzelnen Patienten betragen durchschnittlich mehr als 1.300 Euro jährlich. Der volkswirtschaftliche Schaden ist also immens. Denn abgesehen von den Behandlungskosten müssen die Arbeitgeber eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall leisten. Dabei haben insbesondere die Verantwortlichen im Unternehmen einen großen Einfluss auf das Auftreten von Rückenleiden.

Durch die Anschaffung ergonomische Büromöbel und eine Sensibilisierung für die Problematik lässt sich der Volkskrankheit effektiv entgegenwirken.

 

Rückenleiden

 

Rückenleiden – wie Rückenschmerzen entstehen

Grundsätzlich unterscheiden Mediziner zwischen Rückenschmerzen in der Brust, im Lendenbereich oder im Hals.

Zu den häufigen Ursachen gehören Muskelverspannungen, die sich einfach erklären lassen: Ein verspannter Muskel verhärtet sich und reizt damit einen Nerv, der einen entsprechenden Schmerzimpuls an das Gehirn weiterleitet.

Diese Muskelverspannungen entstehen sehr häufig durch einseitige Belastungen betroffener Körperpartien, einem grundsätzlichen Bewegungsmangel sowie regelmäßigen Fehlhaltungen. Ebenso ist es möglich, dass eine Belastung bedingt durch eine verschobene Bandscheibe auf einen Nerv drücken kann.

Es zeigt sich also: Abgesehen von bestimmten anatomischen Anlagen ist die Entstehung von Rückenschmerzen in den meisten Fällen auf das Verhalten im Alltag zurückzuführen.

 

Rückenleiden – akute Rückenschmerzen behandeln

Bettruhe hilft zwar bei vielen Krankheiten – Rückenschmerzen können sich dadurch jedoch verschlimmern. Um akute Schmerzen zu lindern ist Wärme hilfreich, weil sich dadurch eventuell vorhandene Muskelverspannungen lösen können.

Auch wenn es nicht leichtfällt, solltest du nach Möglichkeit Entspannung suchen. Stress muss zwar nicht der Auslöser von Verspannungen und Rückenschmerzen sein, begünstigt die Entstehung aber üblicherweise.

Hilfreich ist die sogenannte „Stufenlage“. Bei der legen sich Betroffene flach auf den Rücken. Gleichzeitig werden die Unterschenkel rechtwinklig auf einem Stuhl oder Hocker abgelegt. Führt auch diese Entlastung der Gelenke und der Wirbelsäule nicht zu einer Schmerzlinderung, solltest du nach spätestens drei Tagen ein Arzt aufgesuchen.

 

Rückenleiden gar nicht erst entstehen lassen

Besser, als die akute Minderung der Symptome, ist es natürlich, Rückenleiden erst gar nicht entstehen zu lassen.

Wie bereits erwähnt, sind es häufig einseitige Fehlbelastungen, die in unserem Arbeitsalltag aus stundenlangem Sitzen resultieren, welche zu Rückenschmerzen führen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung wichtig ist, um Rückenleiden wirkungsvoll zu vermeiden. Eine wichtige Aufgabe kommt dabei der Entlastung der Wirbelsäule zu.

Ein Bürostuhl mit einer ergonomischen Ausformung der Rückenlehne und einer Lendenstütze sorgt dafür, dass die Belastung gering ausfällt. Durch eine nachgiebige Rückenlehne, die das sogenannte „dynamische Sitzen“ ermöglicht, werden auch die besonders schädlichen, einseitigen Belastungen vermieden.

Rückenschmerzen

 

In einem Unternehmen sollten die Verantwortlichen die Mitarbeiter zudem dafür sensibilisieren, die Verstellmöglichkeiten des eigenen Mobiliars auch zu nutzen. Eine falsch einregulierte Sitzhöhe sorgt dafür, dass du automatisch eine ungesunde Sitzposition einnimmst.

Ist derart ergonomisches Mobiliar nicht vorhanden, kann sich auch die Neuanschaffung lohnen. Hierdurch erhöht sich neben der Mitarbeitergesundheit häufig auch die Produktivität.

Verspannungen müssen sich nicht zwangsweise in Rückenleiden niederschlagen. Oftmals führen die verhärteten Muskeln auch zu Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen.

 

Rückenleiden – ergonomische Aspekte im Alltag berücksichtigen

Abgesehen davon sollten die Aspekte der Ergonomie natürlich auch im Alltag berücksichtigt werden. Dazu gehört es beispielsweise, dass du auf das Heben schwerer Gegenstände nach Möglichkeit verzichtest. Lässt sich dies nicht verhindern, achte beim Anheben auf einen möglichst geraden Rücken. Die Belastung sollte von deinen Beinen übernommen werden, die damit wesentlich besser zurechtkommen.

Zudem solltest du dich regelmäßig bewegen, weil hierdurch die Muskulatur entspannt und gestärkt wird. Falls du bereits unter wiederkehrenden Rückenschmerzen leidest, solltest du auch gezielt ein Rückentraining betreiben.

Eventuell kann es sinnvoll sein, einen Orthopäden aufzusuchen, der dir einige Übungen zeigt. Wichtig dabei: Psychische Faktoren sollten keinesfalls aus dem Blick verschwinden.

Eine depressive Verstimmung gilt ebenso wie die Bagatellisierung von Problemen als Risikofaktor auch für Rückenschmerzen. Hier ist eine erfolgreiche Stressbewältigung durch entsprechende Verhaltensstrategien der Schlüssel zum Erfolg.

 

Rückenleiden – Hilfe durch die Naturheilkunde

Auch die Naturheilkunde kann womöglich helfen. Abgesehen von therapeutischer Unterstützung können auch medizinische Massagen sowie Akupunktur hilfreich sein, um die Schmerzen zu stoppen.

Weiterhin setzen Naturheilkundler auf eine Bewegung- bzw. Physiotherapie – und unterscheiden sich hiermit kaum von der Schulmedizin. Gegebenenfalls kann auch eine Behandlung mit Homöopathika erfolgsversprechend sein, wobei hier natürlich zunächst eine genaue Diagnose erfolgen muss.

Auch nachfolgendes Therapie-Gerät kann eine gute Hilfe darstellen. Diese Behandlungsmethode ist aus der Physiotherapie bekannt:


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Rückenleiden – ein vermeidbares Problem

Am Ende zeigt sich also: Schmerzen sind im Alltag für viele Deutsche ein großes Problem, welches sich allerdings sehr häufig auch vermeiden lässt.

Wenn du auf ausreichende Bewegung im Alltag achtest und insbesondere auch im Berufsleben Wert auf Ergonomie legst, kannst du das Risiko, von Rückenleiden betroffen zu sein, stark senken.

Wie bereits kurz erwähnt: Im akuten Fall hilft Wärme und Entspannung, um die Schmerzen zu reduzieren. Wer häufiger von Rückenschmerzen betroffen ist, sollte womöglich auch seinen Lebenswandel überdenken – denn häufig ist Stress die Ursache für die wiederkehrenden Schmerzen.


Hast du auch Rückenprobleme? Was tust du dagegen? Schreib mir doch bitte einen Kommentar! Und wenn dir der heutige Beitrag gefallen hat, der diesmal nicht von mir persönlich geschrieben wurde, dann teile ihn doch bitte.

 

Alles liebe für dich!

Gabi

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Als Präventionsberaterin, Fitness-Coach sowie Autorin für Gesundheits- und Mental-Ratgeber helfe ich gesundheitsbewussten Frauen, die wenig Zeit haben, auf natürliche, einfache Weise für einen ganzheitlich, gesunden Körper zu sorgen. Außerdem mache ich Mut eigene Wege zu gehen, Stress und Belastungen loszuwerden und deinen persönlichen Traum zu leben, damit auch deine Seele glücklich ist.

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