Zahnkrone und Zahnersatz aus Keramik: Materialien, Vorteile, Verwendung

Zahnkrone und Zahnersatz aus Keramik ist heute das Thema. Dazu habe ich Herrn Dr. Seidl eingeladen, der dir die Vor- und Nachteile dieses Werkstoffs ausführlich erklären wird.

Für fast sämtliche Produkte aus dem Bereich des Zahnersatzes gibt es inzwischen Alternativen aus Keramik. Viele Kronen, Brücken, Inlays sowie Implantate konnten lange nur aus anderen Materialien wie Metallen hergestellt werden. Der allergiefreie und langlebige Ersatz aus Spezialkeramik verspricht eine ästhetischere und dauerhafte Lösung. Dies wirft die Frage auf, wo und in welchem Umfang Keramik-Zahnersatz sinnvoll ist.

 

Zahnkrone und Zahnersatz –  zum Einsatz kommende Werkstoffe: ein Überblick

In Abhängigkeit der zahnmedizinischen und zahntechnischen Befunde kommen unterschiedliche Materialien für verschiedene Zwecke im Bereich des Zahnersatzes zum Einsatz.

Beliebt und verbreitet sind noch immer Zahnersatzprodukte aus Metall. Hierbei kommen keine Reinmetalle, sondern Legierungen zum Einsatz. Unterschieden wird in Edelmetalllegierungen und edelmetallfreie Legierungen. Die dabei verwendeten Elemente umfassen mehrheitlich Gold, Titan, Silber und Palladium. Diese sind in unterschiedlichen Anteilen in den Legierungen vorhanden.

Bei Silberlegierungen kommt etwa Stahl zum Einsatz, der haltbar und günstig ist. Titan ist ein Leichtmetall und findet insbesondere bei Implantaten in Form künstlicher Zahnwurzeln aber auch bei Zahnkronen Verwendung. Eine lange Tradition in der Zahntechnik hat die Verwendung von Gold. Seine lange Haltbarkeit und hervorragende Verträglichkeit machen es besonders geeignet als Bestandteil von Edelmetall-Legierungen für den Zahnersatz.

Bei bestimmten Aufgaben, beispielsweise Verblendungen, kann auch Kunststoff als Zahnersatzmaterial verwendet werden. Als ausschließliches Material für den Zahnersatz eignet sich Kunststoff jedoch nicht, da auch die modernsten Kunststoffe keine hinreichende Härte aufweisen. Ein Vorteil liegt in der kostengünstigen Herstellung.

Auf dem Vormarsch sind Kompositmaterialien, die auf Kunststoff und Quarz oder Glas basieren. Diese Werkstoffe zeichnen sich durch Flexibilität und Bruchsicherheit aus. Auf der anderen Seite sind jedoch auch Kompositstoffe vergleichsweise weich, weshalb ihre Abriebfestigkeit und Haltbarkeit eingeschränkt sind.

Zudem verfärben Kunststoffe und Komposite aufgrund von Umwelteinflüssen oder dem Konsum von Produkten wie Kaffee oder Nikotin schneller. Auch ist die Entstehung von Zahnbelägen und damit im Zusammenhang stehender Erkrankungen bei Kunststoffersatz wahrscheinlicher.

 

Zahnkrone und Zahnersatz aus Keramik
klimkin / Pixabay

 

Zahnkrone und Zahnersatz – Einsatz von Keramik

Keramiken stehen in mehrerlei Varianten als Materialien für Zahnersatz zur Verfügung. Der Werkstoff wird beständig weiterentwickelt und hat bereits jetzt Qualitätsstufen erreicht, die ihn zu einer optimalen Alternative in der Zahntechnik werden lassen. Verbreitete Materialien finden sich in Magnesiumoxid, Aluminiumoxid und Siliziumoxid.

Besondere Beachtung hat das Zirkonoxid – eine spezielle Keramikart – verdient. Dieses hat sich in besonderem Maße durch Verträglichkeit und Langlebigkeit auszeichnet. Das Material ist außerordentlich hart, weshalb es meist mit Keramikschichten geringeren Härtegrades verblendet wird.

 

Zahnkrone und Zahnersatz – Vorzüge von Keramik

Ein direkt ins Auge fallender Vorteil dieses Materials findet sich in der optischen Anpassung an die jeweilige Zahnfarbe. Moderne Keramiken lassen sich von echten Zähnen kaum unterscheiden, weshalb sie auch aus ästhetischen Gründen gewählt werden. Weiterhin sind Zahnkeramiken sehr gut verträglich, der Werkstoff löst keine bekannten Allergien aus.

Bedingt durch die große Härte ist der Werkstoff zudem sehr abriebfest, wodurch eine lange Haltbarkeit gewährleistet ist. Überdies haben moderne Zahnkeramiken den Vorteil einer sehr glatten Oberfläche. Damit ist gewährleistet, dass Zahnbeläge weniger schnell haften bleiben. Ein weiterer Vorteil findet sich in der geringeren Wärmeleitfähigkeit der Keramik gegenüber beispielsweise Metalllegierungen. Damit werden Kälte- oder Wärmereize weniger schnell an den darunter liegenden natürlichen Rest weitergeleitet.

Neben reinem Keramik-Zahnersatz kommen auch kombinierte Metallkeramikkronen zum Einsatz. Diese bestehen im Inneren aus Metall, das von außen eine Keramikbeschichtung aufweist.

 

Risiken von Keramik-Zahnimplantaten

Bedingt durch die große Härte der Zahnkeramik ist zu berücksichtigen, dass das Material die natürlichen Zähne beim Aufeinandertreffen beschädigen kann. Besonders gegenüberliegende Zähne ohne Keramikbehandlung können beim Zähneknirschen vom harten Material Schäden davontragen.

Während die Keramik selbst keine allergischen Reaktionen auslöst, können jedoch die Klebematerialien beziehungsweise der Zement bei einigen Personen Irritationen hervorrufen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass zum Anbringen der Keramikkrone eine größere Menge des natürlichen Zahns abgetragen werden muss. Schließlich gilt es noch zu beachten, dass Zahnersatz aus Keramik länger als andere Ersatzmaterialien benötigt, um auszuheilen.

 

Zahnkrone und Zahnersatz aus Keramik – Einsatz und Kosten

Zum Einsatz kommt Keramik insbesondere bei Patienten, bei denen sichtbare Zähne einen Ersatz oder eine Zahnkrone benötigen. Hierbei kommt der ästhetische Vorteil der Keramik zum Tragen. Zunehmende Verbreitung findet das Material aber auch bei Backenzähnen. Besonders beliebt ist Keramik zudem bei Zahnpatienten, die zu Allergien und Wechselwirkungen oder Temperaturempfindlichkeiten neigen.

Während die Zahnimplantat-Kosten stets von Art und Umfang der Implantate abhängen, lässt sich allgemein festhalten, dass Keramik zu den teuren Materialien im Zahnersatz zählt. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Pauschalen für bestimmte Ersatzlösungen, beispielsweise 200 Euro pro Zahnkrone. Kronen aus Porzellan schlagen mit durchschnittlich 500 Euro zu Buche.

 

Fazit

Zahnersatz aus Keramik bietet eine Reihe von Vorteilen gegenüber herkömmlichen Lösungen aus Metalllegierungen. Neben der Verträglichkeit sprechen vor allem die Optik und die Unempfindlichkeit für die im Vergleich teureren Keramikprodukten. In Anbetracht der langen Haltbarkeit von durchschnittlich 30 Jahren bei guter Pflege kann die Entscheidung für Keramik-Zahnersatz aber eine sinnvolle Investition sein.

 


Welche Erfahrungen hast du mit Zahnersatz gemacht oder hast du diesen noch vor dir? Schreibe doch bitte einen Kommentar!

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Alles Liebe für dich!

Gabi

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Als Präventionsberaterin, Fitness-Coach sowie Autorin für Gesundheits- und Mental-Ratgeber helfe ich gesundheitsbewussten Frauen, die wenig Zeit haben, auf natürliche, einfache Weise für einen ganzheitlich, gesunden Körper zu sorgen. Außerdem mache ich Mut eigene Wege zu gehen, Stress und Belastungen loszuwerden und deinen persönlichen Traum zu leben, damit auch deine Seele glücklich ist.

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