Haltung bewahren – auf natürliche Weise mehr Glück und Wohlbefinden

Was hat die Haltung bewahren bzw. die Haltung deines Körpers mit deinem Glück und Wohlbefinden zu tun, fragst du dich jetzt sicherlich? Nun, laut neuesten Untersuchungen, sehr viel. Diese zeigen, dass Körper und Geist nicht nur sehr viel miteinander zu tun haben, sondern sich gegenseitig beeinflussen und sich miteinander austauschen.

 

Wie Haltung bewahren unsere Gefühle beeinflusst

Unsere Körperhaltung beeinflusst unsere Gefühle. Umgekehrt ist es jedoch genauso, denn unsere Muskeln, unser Gewebe sowie unsere Nerven melden unserem Gehirn jede kleine Veränderung. Von dort werden sodann die entsprechenden Hormone freigesetzt.

Freust du dich, so wird Dopamin ausgeschüttet. Fasst du Vertrauen oder liebst du, so gibt es eine Ladung Oxytocin. Bist du aggressiv, wird Vasopressin freigesetzt und bei Stress gibt es eine Portion Noradrenalin.

Da sich deine Nackenmuskeln versteifen, wenn du gestresst bist, wird diese versteifte Haltung, automatisch ans Gehirn gemeldet und der Stress nimmt zu. Ebenso funktioniert es, wenn du locker und entspannt bist.

Auch wenn alles automatisiert abläuft, so sind wir dennoch in der Lage, gezielt durch eine vernünftige Haltung, gegen Verspannungen und damit auch gegen negative Gefühle anzugehen. Indem wir Haltung bewahren fühlen wir uns somit besser. Unser Gehirn lässt sich nämlich täuschen, was mit ein wenig Übung immer besser funktioniert. 

Lockern wir unseren Körper gezielt, in dem wir uns auf unsere Haltung konzentrieren und uns bewusst dazu entscheiden unsere Muskeln zu lockern, so schüttet auch unser Gehirn weniger Stresshormone aus.

Manchen Menschen fällt es leichter sich zu entspannen, indem sie sich etwas Schönes vorstellen, z. B. die Erinnerung an die letzte Urlaubsreise oder an einen lustigen Film. Sobald du an schöne Dinge denkst, werden diese Impulse weitergegeben. Deine Muskeln lockern sich daraufhin, was deinen Körper entspannt. Also locker Haltung bewahren und gleich fühlst du dich wohler.

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Es gibt noch mehr Dinge, die du tun kannst, um deine Haltung und damit deine jeweilige Stimmung zu verbessern. Lachen ist hier ein gutes Beispiel. Denn wenn wir lachen, obwohl uns nicht danach zumute ist, dann bewirkt bereits das hochziehen der Mundwinkel, dass sich unsere Kiefermuskeln lösen, was zur Folge hat, dass es dir besser geht.

Auch eine gerade aufrechte Haltung und eine tiefe Atmung signalisieren dem Gehirn, dass alles in Ordnung ist. Senkst du hingegen den Blick und lässt die Schultern hängen, wird dein Atem flacher, was für das Gehirn bedeutet, dass du ängstlich bist und einen Durchhänger hast. Dieses sorgt dann dafür, dass du dich auch so fühlst.

 

Der Prüfungsangst ein Schnippchen schlagen

Falls du unter Prüfungsangst oder Lampenfieber leidest, so stelle dir bei nächster Gelegenheit doch einmal ein Bild vor, was sich vergleichen lässt mit dem, wenn du selbstbewusst durch eine Prüfung gehst und diese bestehst. Ist dieses Gefühl vergleichbar mit einem sportlichen Sieg, z. B. bei einem Wettlauf? Oder ist es ein Baum mit sicherem Stand, der in den Himmel ragt? Versetze dich nun genau in dieses Gefühl hinein. Nimm auch diese Körperhaltung ein.

Falls du an einen Wettlauf denkst, so könnte dies sein, dass du dein Gewicht auf einen Fuß verlagerst. Ist es der Baum, so stelle dir vor, wie der Baum seine Wurzeln in der Erde verankert, was ihm einen sicheren Stand gewährt. Eine Assoziation könnte beispielsweise ein breitbeiniger Stand sein.

Du kannst natürlich jedes Bild nehmen, welches dir das Gefühl des Selbstbewusstseins vermittelt. Übe diese Kombination aus Haltung und dem Bild in deinem Kopf am besten täglich. Mit der Zeit wird dein Gehirn das neue Gefühl des Selbstbewusstseins automatisch mit deiner Körperhaltung in Verbindung bringen und wird dich somit bei entsprechender Haltung sicher durch die nächste Prüfung oder was auch immer, bringen.

 

Der Angst keine Chance

Du wolltest schon immer mal mutig sein? Auch das gelingt mit einem kleinen Trick. Wir müssen lediglich unsere motorische Großhirnrinde beschäftigen, dann haben Ängste keine Chance. Dies gelingt sehr gut, indem wir feinmotorische, komplizierte Aufgaben erledigen, wenn wir Mut benötigen.

So ist es beispielsweise möglich unsere Ängste auszuschalten, wenn du mit den Fingern schnippst und gleichzeitig mit den Zehen wackelst. Um abends besser abschalten zu können, ist jede Art von Bewegung wohltuend. Falls du merkst, dass sich Ärger oder Stress festgesetzt haben, so tanze diese negativen Gefühle weg. Auch ein rascher Spaziergang oder herumhüpfen können dich locker machen und deinen Ärger wegwischen.

Probieren es einfach einmal aus. Ich wünsche dir viel Erfolg und …

stets beste Gesundheit und sehr viel Lebensfreude.

Alles Liebe für dich

Gabi

 

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Als Präventionsberaterin, Fitness-Coach sowie Autorin für Gesundheits- und Mental-Ratgeber helfe ich gesundheitsbewussten Frauen, die wenig Zeit haben, auf natürliche, einfache Weise für einen ganzheitlich, gesunden Körper zu sorgen. Außerdem mache ich Mut eigene Wege zu gehen, Stress und Belastungen loszuwerden und deinen persönlichen Traum zu leben, damit auch deine Seele glücklich ist.

8 Antworten

  1. Liebe Gabriele,
    vielen Dank für diesen Artikel. All die beschriebenen Möglichkeiten des Wohlbefindens sind tatsächlich winzig kleinen Tätigkeiten, die jedoch eine unbeschreiblich große Wirkung haben. Man muss sich dessen nur immer wieder bewusst werden. Und während des Lesens habe ich bewusst gelächelt – Danke für die Erinnerung.
    Liebe Grüße
    Birgit

    • Liebe Birgit,
      vielen Dank für deinen Kommentar, schön dass dir mein Beitrag gefallen hat. Da es dich zum Lächeln gebracht hat, hat er ja auch schon wieder eine positive Wirkung getan, das freut mich besonders.
      Ich wünsche dir einen schönen Tag
      Liebe Grüße
      Gabriele

  2. Liebe Gabriele
    Mit den Fingernägel schnippen und gleichzeitig mit den Zehen wackeln – das ist ja eine geniale Idee. Das werde ich mir merken
    Dreimal tief ein- und ausatmen und überall im Hause verteilte Smiley-Bilder waren für mich bis jetzt die Turbo-In-Ruhe-Kommen-Lösungen, welche gleich ein Lächeln in Gesicht zaubern.
    Deine Ansätze sind sehr erfrischend und werde ich bestimmt bei der einen oder anderen Gelegenheit einmal testen.
    Vielen Dank für diesen Artikel.
    Herzlichst
    Patricia

    • Liebe Patricia,
      schön, dass mein Artikel dir eine neue Erkenntnis gebracht hat, womit ich dir viel Erfolg wünsche.
      Auch deine Idee mit den Smiley-Bildern finde ich großartig und ich muss sagen, auch mich bringen diese kleinen Helferlein zum lächeln. Bei uns – wenn ich zur Post fahre – steht gegenüber ein Haus und auf einem der Balkone befindet sich eine Parabol-Antenne. Auf dieser strahlt mir ein übergroßer knallgelber Smiley entgegen, der mich ebenfalls stets zum lächeln verleitet.
      Herzliche Grüße
      Gabriele

  3. Liebe Gabi,
    das ist ja richtig toll auf den Punkt gebracht. Den Zusammenhang zwischen unseren Gefühlen und der Körperhaltung kannte ich schon, aber Fingerschnippsen und Zehenwackeln und dadurch nicht mehr in der Lage zu sein Angst zu empfinden, finde ich eine echt tolle Idee. Das werde ich mir merken, das scheint ja wirklich genial zu sein 🙂
    herzlichen Dank für die Bewusstmachung
    und liebe Grüße
    Barbara

    • Liebe Barbara,
      ja, ist echt witzig und gleichzeitig genial, dass sich manch negatives Gefühl mit so einfachen Dingen erledigen lässt. Unser Hirn ist dann doch etwas überfordert und kann sich nicht mehr auf die Angst konzentrieren.
      Herzliche Grüße
      Gabi

  4. Liebe Gabriele,

    da kann ich Dir nur zustimmen.

    Manches Mal tut es aber auch gut, einfach buchstäblich abzuhängen und sich im Stimmungstief zu baden, das einfach auch mal zuzulassen. Nur dieser Zustand sollte sich nicht verfestigen, denn das macht tatsächlich auf Dauer keine gute Laune, sondern die dauerhaft ungesunde Haltung verschlimmert sich höchstens.
    Mir hilft tanzen (einfach mal alleine durch das Zimmer) oder ein kleiner Spaziergang, wenn möglich mit Kamera, damit sich bei mir etwas lösen, bewegen und wieder in den Fluss kommen kann besonders, wenn ich zu lange am PC gesessen habe.

    Ich wünsche Dir einen entspannten Abend!

    Herzliche Grüße
    Sabina

    • Liebe Sabina,
      man muss sich tatsächlich der Gefahr bewusst sein, so dass man – wenn man in einem Stimmungstief badet – nicht zu tief hinabsinkt, dann ist das sicherlich auch völlig in Ordnung. Auch dein Trick mit dem Tanzen gefällt mir sehr gut, habe es auch schon oft probiert und es funktioniert. Ein Spaziergang in der wundervollen Natur ist natürlich auch immer eine gute Lösung und natürlich immer gesund.
      Liebe Grüße
      Gabriele

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